Tipps zur Auswahl eines Abbruchanbaugeräts für Bagger zur Steigerung der Produktivität
Mit Hunderten von Größen und Stilen Abbruchanbaugeräte Auf dem Markt gibt es eine große Auswahl an Geräten – von kleinen Greifern bis hin zu riesigen Zerkleinerungsmaschinen. Es ist nicht so einfach, das passende Gerät auszuwählen, es an einen Bagger zu montieren und Höchstleistungen zu erwarten. Wie bei einem guten Bier gilt auch hier: Manche Werkzeuge eignen sich einfach besser für bestimmte Einsatzzwecke.
Beschleunigen Sie Ihre Projekte durch eine optimierte Auswahl der Abbruchanbaugeräte. Berücksichtigen Sie Anwendungsbereich, Trägerfahrzeug, Rentabilität und weitere Faktoren, um das optimale Gerät zu finden.
Die perfekte Übereinstimmung finden
Zunächst sollte die Art der auszuführenden Arbeiten berücksichtigt werden. Ob Primär- oder Sekundärabbruch, ob Stahlbeton, Holz oder Ziegel – der Anwendungsbereich sollte bei der Auswahl des Anbaugeräts an erster Stelle stehen.
Beim Abriss eines Gebäudes sind Schnellzerkleinerer, Scheren, Brecher, Pulverisierer und Abbruchgreifer in der Regel die erste Wahl für den Primärabriss. Die Auswahl des geeigneten Geräts hängt von der Art des Materials und dessen Zerkleinerungsbedarf ab.
Brecher- und Pulverisieraufsätze eignen sich beispielsweise am besten für Arbeiten mit überwiegend Beton. Wählen Sie einen Brecher – oder „Cracker“ –, wenn das Bauwerk aus Beton mit wenig oder gar keiner Bewehrung besteht und der Beton in ausreichend große Stücke für eine einfache Sortierung und das Recycling zerkleinert werden muss. Ein Pulverisieraufsatz ist besser für stark bewehrten Beton geeignet. Im Gegensatz zum Brecheraufsatz zerkleinert der Pulverisieraufsatz den Beton in kleine Stücke und durchtrennt die eingebettete Bewehrung, sodass der Beton zu Boden fällt, anstatt an der Bewehrung hängen zu bleiben.
Auch beim Sekundärabbruch können Betonzerkleinerer Beton in handliche Stücke zerkleinern. Wenn der Abbruch sowohl das Zerkleinern von Beton als auch das Schneiden von Stahl umfasst, sollten Bauunternehmen Kombibrecher in Betracht ziehen, die sowohl Schneidkanten als auch Zähne besitzen.
Wenn Beton nicht zum Abrissvorhaben gehört, Stahl aber schon, kommt ein Abbruchprozessor mit Scherbacken oder ein mobiler Scherbefestigung Sie eignen sich am besten, da sie Stahl besser durchtrennen als ein Werkzeug, das für verschiedene Materialarten gedacht ist.
Bei Arbeiten mit leichten Materialien – wie Holz und Ziegeln, die häufig beim Abriss von Wohnhäusern vorkommen – empfiehlt sich der Einsatz eines Abbruchgreifers. Neben dem Zerkleinern von Materialien eignet sich der drehbare Greifer hervorragend zum Sortieren bei der Sekundärabbrucharbeit und erhöht durch seinen großen Bewegungsspielraum die Vielseitigkeit und Produktivität.
Für vielseitige Abbrucharbeiten eignet sich ein Multi-Quick-Prozessor oft am besten. Die austauschbaren Backen des Aufsatzes verarbeiten unterschiedlichste Materialien. Zu den Backentypen gehören Brecher, Pulverisierer, Kombinationsbacken und Stahlschneidbacken. Einige Hersteller bieten darüber hinaus Spezialoptionen an, wie z. B. Backen zum Schneiden von Holz in der Forstwirtschaft, Backen zum Schneiden von Stahltanks, -rohren und -behältern sowie Hochleistungsbacken für stark bewehrten Beton.
Auch wenn Multi-Quick-Prozessoren teurer sein mögen als andere Anbaugeräte – etwa 15 bis 20 Prozent teurer als beispielsweise Brecher –, gleichen sie diesen Unterschied durch ihre Vielseitigkeit, die durch die austauschbaren Backensätze erreicht wird, mehr als aus.
Eingeschaltet
Nachdem der optimale Anbaugerätetyp für den jeweiligen Einsatz ermittelt wurde, sollte die zugrundeliegende Technologie berücksichtigt werden. Abbruchgeräte werden durch Zylinder angetrieben, und je größer der Zylinder, desto leistungsstärker ist in der Regel das Gerät. Aus diesem Grund mussten Bauunternehmer, die in der Vergangenheit mehr Abbruchleistung benötigten, einen größeren Bagger kaufen oder mieten, um das größere Anbaugerät bedienen zu können. Das ist heute nicht mehr nötig.
Da Hersteller immer mehr Technologie in ihre Anbaugeräte integrieren, erzielen einige bis zu 25 Prozent mehr Leistung, ohne den Zylinderdurchmesser zu vergrößern. Um dies zu erreichen, bauen sie zusätzliche Kammern in den Zylinder ein, wodurch die Oberfläche um bis zu 20 Prozent vergrößert wird. Oftmals entspricht dies der Leistung eines Anbaugeräts, das zwei Größen größer ist. Bei einem Brecher bedeutet dies beispielsweise, dass ein Betonabschnitt, für dessen Durchbruch ein vergleichbares Anbaugerät fünf oder sechs Durchgänge benötigt, mit dem Gerät mit der verbesserten Zylindertechnologie nur ein oder zwei Durchgänge benötigt.
Diese Technologie ermöglicht es Bauunternehmen, höhere Brech- und Schneidkräfte zu erzielen, die zuvor nur durch den hohen Aufwand für ein größeres Gerät und dessen Trägerfahrzeug möglich waren. Größere Trägerfahrzeuge verursachen zudem höhere Betriebskosten. Das hohe Leistungsgewicht – bei Anbaugeräten mit dieser Technologie höher als bei allen anderen Geräten dieser Größenklasse – ermöglicht effizientere Abbrucharbeiten in großer Höhe. Dies liegt zum einen daran, dass Bauunternehmen kleinere Trägerfahrzeuge einsetzen können, und zum anderen daran, dass das geringe Gewicht und die überlegene Zylindertechnologie des Anbaugeräts die Leistung und Kraftstoffeffizienz des Geräts verbessern.
Einige Anbaugeräte mit innovativer Zylindertechnologie reduzieren den Kraftstoffverbrauch des Trägerfahrzeugs im Vergleich zu anderen Modellen um bis zu 20 Prozent. In manchen Fällen ermöglicht die effiziente Konstruktion des Anbaugeräts einen normalen Betrieb auch im Sparmodus des Trägerfahrzeugs und erzielt dabei die gleiche Leistung wie vergleichbare Anbaugeräte bei Volllastfahrt des Baggers.
Darüber hinaus ermöglicht diese fortschrittliche Zylindertechnologie den Herstellern die Entwicklung leistungsstarker Anbaugeräte. In Kombination mit doppeltwirkenden Schnellventilen bieten die optimierten Anbaugeräte nicht nur mehr Leistung und Effizienz, sondern auch eine höhere Produktivität. Die verbesserte Zylinderkonstruktion und die doppeltwirkenden Schnellventile ermöglichen zusammen schnellere Arbeitszyklen – von 3,8 auf 5 Sekunden bei größeren Werkzeugen – und bis zu 20 Prozent mehr Leistung als herkömmliche Zylinder.
Wenn das Werkzeug passt
Selbst das beste Anbaugerät der Welt benötigt natürlich ein passendes Trägerfahrzeug, um optimale Leistung zu erbringen. Achten Sie darauf, dass Anbaugerät und Trägerfahrzeug hinsichtlich Größe und Gewicht aufeinander abgestimmt sind. Schwerere Anbaugeräte erfordern naturgemäß größere und schwerere Trägerfahrzeuge, was die Betriebskosten erhöht. Ein zu schweres Anbaugerät kann zu übermäßigem Verschleiß am Bagger führen und die Leistung beeinträchtigen. Darüber hinaus stellen zu schwere Geräte ein Sicherheitsrisiko für andere Arbeiter in der Nähe des Trägerfahrzeugs dar, während ein zu kleines Anbaugerät die Produktivität mindert.
Stellen Sie außerdem sicher, dass der Träger über ausreichend Hydraulikleistung verfügt, um das Anbaugerät zu versorgen. Unzureichender Durchfluss oder Hydraulikdruck verlängern die Arbeitszyklen des Werkzeugs und verringern die Produktivität. Zu geringer Druck führt je nach Anbaugerät auch zu geringerer Schließkraft oder geringerem Drehmoment.
Ein weiterer zu prüfender Punkt sind die Anforderungen an den Hydraulikkreislauf des Anbaugeräts. Verfügt der Bagger über ausreichend Zusatzhydraulikkreisläufe für das Anbaugerät? Beispielsweise benötigen Rotationsscheren und Schnellverdichter zwei doppeltwirkende Hydraulikkreisläufe: einen zum Öffnen und Schließen der Backe und einen für die 360°-Drehung. Nicht rotierende Anbaugeräte wie statische Pulverisierer oder Scheren benötigen hingegen nur einen doppeltwirkenden Hydraulikkreislauf.











